iPhone Geschichte
Bereits während der zweiten Jahreshälfte 2006 wurde über ein eventuell erscheinendes Mobiltelefon von Apple spekuliert. Auf der Macworld Conference & Expo wurde es schließlich der Öffentlichkeit vorgestellt.
Markteinführung
Nach Angaben von Steve Jobs wurden während der Entwicklung des iPhones über 200 Patente angemeldet. Welche dieser Patentanmeldungen (wobei im amerikanischen Sprachbereich auch Geschmacksmuster als (design) patents bezeichnet werden), auch zu Schutzrechten, insbesondere im europäischen Raum führen, unterliegt den jeweils maßgeblichen Prüfungsverfahren für diese Anmeldungen und dem vorhandenen Stand der Technik. Dem europäischen Patentamt liegt zumindest eine Patentanmeldung vor. Wie immer in innovativen Technikgebieten gibt es zahlreichen Stand der Technik, z. B. von Sony, Hewlett-Packard oder Quantum Research (bzgl. dem Near-Field Proximity Sensor, der dafür sorgt, dass die Bildschirmbeleuchtung aussgeschaltet wird, wenn man das Mobiltelefon zum Ohr führt), der patenthindernd entgegenstehen könnte. Bereits vor Markteinführung verteidigt Apple seine gewerblichen Schutzrechte am iPhone durch Abmahnungen, Klageandrohungen und Gerichtsverfahren.
Das iPhone soll in den Vereinigte Staaten ab Juni 2007 ausgeliefert werden; exklusiv von Apple selbst und vom Mobilfunknetzanbieter AT&T Wireless (ehemals Cingular Wireless). Während der Übertragung der Oscarverleihung 2007 schaltete Apple am 25. Februar beim US-Fernsehsender ABC erstmals einen Werbespot für das iPhone, in dem die Markteinführung für Juni 2007 bestätigt wurde.In Europa wird das Gerät voraussichtlich im vierten Quartal 2007 erhältlich sein. Die Markteinführung in Asien und Australien beginnt 2008.
Zulieferer und Fertigung
Die Auftragsfertigung des iPhones erfolgt durch die taiwanesische Hon Hai Precision Industry, an der Foxconn zu 73% beteiligt ist.[9] Die Federführung der Produktion des Bildschirms übernimmt das deutsche SDAX-Unternehmen Balda. Die Produktion selbst erfolgt durch den Bildschirm-Hersteller TPK in der chinesischen Sonderwirtschaftszone Xiamen. Balda ist zu 50% Anteilseigner von TPK. Die Maschine, mit der die neuartigen Tastschirme für das iPhone von Apple produziert und mit der auch sonstige Oberflächen von Kunststoffteilen für Mobiltelefone und tragbare Spielekonsolen veredelt werden können, wurde von Balda in Kooperation mit dem TecDAX-notierten Maschinenbauer Singulus entwickelt. Der im Apple Handy verbaute NAND-Flashspeicher stammt von den Firmen Hynix, Intel, Micron, Samsung Electronics und Toshiba, mit denen Apple eine Übereinkunft bis 2010 vereinbart hat. Die Hardware-Stücklisten- und Fertigungskosten des iPhones liegen für Apple Analysten zufolge zwischen 20% und 50% des voraussichtlichen Handelspreises, wobei der Schwankungsbereich hauptsächlich auf die Fertigungskosten des Tastschirms zurückzuführen ist und mangels Informationen zur tatsächlichen Hardware nur geschätzt werden kann.
Namenshistorie
Bereits 1996 brachte die Firma Infogear Technology ein Tischtelefon mit E-Mail-Client unter dem Namen iPhone heraus und lies dies markenrechtlich schützen. Das Unternehmen wurde im Jahr 2000 von Cisco Systems aufgekauft; damit ging auch das Markenrecht an „iPhone“ in den USA auf Cisco über. Im Dezember 2006 gab dann die Ciscos Tochterfirma Linksys die Markteinführung einer Produktfamilie von VoIP-Telefonen unter der Bezeichnung iPhone bekannt. Am 9. Januar 2007 teilte Cisco Systems mit, dass man sich mit Apple in Verhandlungen bezüglich der Markenrechte befinde und dass eine baldige Einigung zu erwarten sei. Nach einer Markenrechtsklage Ciscos gegen Apple vom 10. Januar 2007 erzielten Cisco und Apple am 22. Februar 2007 nach außergerichtlichen Verhandlungen eine Einigung, die vorsieht, dass beide Unternehmen den Markennamen weltweit nutzen dürfen. Im Gegenzug wird geprüft, ob eine Interoperabilität beider Firmen in den Bereichen Sicherheit sowie Kommunikation für Konsumenten und Geschäftskunden möglich ist.
Neben Cisco Systems hat auch das kanadische Unternehmen Comwave Telecom aus Toronto die Markenrechte am iPhone für sich beansprucht. Comwave Telecom vertreibt seit 2004 einen VoIP-Dienst inklusive eigenem Mobilgerät unter der Marke iPhone. Allerdings wurde von Comwave Telecom der Markenschutz in Canada erst 2005 beantragt, aber das Canadian Intellectual Property Office (CIPO) hat bislang die Rechte an „iPhone“ noch nicht vergeben.

